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Juni-Hitzewelle: Rekord-Temperaturen und höchste Übersterblichkeit seit Beginn der Erhebungen

09.07.202607:0909.07.2026 - 13:55
Thermometer zeigt rund 30 Grad ein, es ist auf einer Wiese, im Hintergrund der Jubelpark in Brüssel
Illustrationsbild: Hatim Kaghat/Belga

Der Juni war ein Rekord-Monat: Zunächst war es in Westeuropa der wärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, teilte der Klimawandeldienst Copernicus mit. Die Durchschnittstemperatur lag mehr als drei Grad über dem Juni-Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Die Hitzewelle sorgte in Belgien darüber hinaus für eine außergewöhnlich hohe Übersterblichkeit.

Nahezu überall in Europa sind im Juni die Hitzerekorde gepurzelt. In Westeuropa war es der heißeste jemals gemessene Juni. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,74 Grad, mehr als drei Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.

Eine direkte Folge der sengenden Hitze war eine außergewöhnlich hohe Übersterblichkeit. Das Institut für Volksgesundheit Sciensano hat gerade erst die Zahlen für Belgien vorgelegt. Demnach starben zwischen dem 18. Juni und dem 1. Juli 1.747 Menschen mehr als normalerweise zu erwarten gewesen wäre. Das entspricht einer Übersterblichkeit von knapp 48 Prozent und ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2000.

Besonders betroffen war die Wallonie: Dort gab es 919 zusätzliche Sterbefälle. Die Übersterblichkeit lag damit bei 76 Prozent, gegenüber 31 Prozent in Flandern und 60 Prozent in Brüssel. Warum die Hitzewelle gerade im Süden des Landes so viele Menschen getötet hat, werde noch untersucht. Feststellen könne man jedoch bereits, dass die Temperaturen und auch die Ozonwerte in der Wallonie noch höher lagen als in den beiden anderen Regionen.

Das Königliche Meteorologische Institut hat am Mittwochabend eine neue Hitzewarnung ausgegeben. Bis mindestens Sonntagabend gilt demnach landesweit weiter Warnstufe Gelb. Spätestens ab Samstag würden die Temperaturen überall 32 Grad erreichen oder überschreiten, heißt es in einer Mitteilung.

Mehr zu dem Thema im Radio-Beitrag im Player:

Roger Pint

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