Die jüngste Hitzewelle hat in Belgien zu einer außergewöhnlich hohen Übersterblichkeit geführt. Nach Angaben von Sciensano starben zwischen dem 18. Juni und dem 1. Juli 1.747 Menschen mehr als normalerweise zu erwarten gewesen wäre.
Das entspricht einer Übersterblichkeit von knapp 48 Prozent und ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2000.
Besonders stark betroffen war die Wallonie. Dort lag die Übersterblichkeit bei 76 Prozent, während der Hitzewelle wurden 919 zusätzliche Todesfälle registriert.
Der 27. Juni war mit 641 zusätzlichen Todesfällen der tödlichste Tag der Hitzewelle.
Nach Angaben von Sciensano waren nicht nur ältere Menschen betroffen. Auch bei den unter 65-Jährigen lag die Übersterblichkeit bei mehr als 60 Prozent. Das zeige, dass extreme Hitze grundsätzlich alle Altersgruppen treffen könne, so das Gesundheitsinstitut.
belga/rop