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Hitze-Warnstufe Gelb bis mindestens Samstag – Frankophone ergreifen Maßnahmen

07.07.202618:05
Mann trinkt bei sonnigem Wetter Wasser aus einer Plastikflasche
Illustrationsbild: Antonio Guillem F/Smarterpix

Das Königliche Meteorologische Institut KMI hat die Hitze-Warnstufe Gelb bis inklusive Samstag verlängert. Die Warnung gilt für alle Provinzen des Landes, an der Küste allerdings erst ab Donnerstag. Außerdem bleibt die Warnphase des nationalen Hitze- und Ozonplans aktiv.

Als Reaktion hat die Wallonische Region ein Treffen einer sogenannten Celex-Expertengruppe einberufen, um mögliche Konsequenzen der Hitzewelle abzuschätzen, die Französische Gemeinschaft hat ihre Krisenzelle aktiviert. Die Krisenzelle soll unter anderem prüfen, ob Orte vorgesehen werden müssen, an denen Menschen Abkühlung finden können.

Sie soll auch Sektor per Sektor untersuchen, ob strukturelle Maßnahmen gegen die Hitze notwendig sind. Bei der letzten Hitzewelle hatte die Opposition der Regierung Untätigkeit und Passivität vorgeworfen.

Die wallonische Gesundheitsagentur Aviq ruft wegen der Hitze für die nächsten Tage zu erhöhter Wachsamkeit auf, insbesondere, was ältere und isolierte Personen und sonstige Risikogruppen betrifft. Die sozialen Hilfsdienste der Wallonie haben ihre Hitzepläne aktiviert, Gemeinden und ÖSHZ erhalten eine Broschüre mit Hitze-Tipps, für Jugendbewegungen und Ferienlager sollen noch spezifische Empfehlungen folgen.

Die Region weist außerdem auf eine erhöhte Waldbrandgefahr hin und erinnert daran, dass Baden nur in offiziell zugelassenen Schwimmzonen erlaubt ist.

Im Küstenort Blankenberge in Westflandern mussten in der Nacht drei 19-Jährige aus dem Meer gerettet werden. In diesem Zusammenhang erinnert die lokale Polizei daran, dass Schwimmen im Meer nur bis 18:30 Uhr erlaubt ist, weil danach keine Rettungsschwimmer mehr anwesend sind. In manchen Bereichen der Küste gebe es außerdem gefährliche Unterströmungen, etwa in der Nähe von Wellenbrechern.

Boris Schmidt

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