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Waldbrände in Portugal: 70 belgische Feuerwehrleute unterstützen Löscharbeiten

04.07.202611:1404.07.2026 - 16:07
  • Frankreich
  • Portugal
  • Spanien
Einsatzbereiter portugiesischer Feuerwehrwagen
Bild: Henrique Casinhas/AFP

Etwa 70 belgische Feuerwehrleute unterstützen diesen Sommer freiwillig die Brandbekämpfung in Portugal. Ein erstes Team von fünf Spezialisten reist am Samstag nach Nordportugal.

Weitere Gruppen folgen im wöchentlichen Wechsel. Die freiwilligen Teams arbeiten eng mit den lokalen Feuerwehrdiensten zusammen.

In Portugal wüten derzeit mehrere Waldbrände. Tausende Einsatzkräfte sind im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute seien schwer verletzt worden. Ein Feuerwehrmann erlitt beim Löschen schwere Verbrennungen. Ein anderer zog sich ein schweres Kopftrauma zu, als er aus einem Einsatzfahrzeug stürzte. Beide wurden per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht. Das Feuer war am Mittwochabend ausgebrochen und hat nach offiziellen Angaben bereits große Flächen zerstört. Auch an anderen Orten in Portugal brennen Wälder. Hohe Temperaturen und Trockenheit erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.

Bei dem Waldbrand, der gestern Morgen in der Nähe der Costa Brava im Nordosten Spaniens ausgebrochen ist, sind bereits rund 2.200 Hektar Naturfläche den Flammen zum Opfer gefallen. Der Brand ist inzwischen teilweise unter Kontrolle, teilte die katalanische Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit. Niemand wurde verletzt. Den Feuerwehrleuten gelang es in der Nacht, fast 70 Prozent der rechten Flanke des Feuers zu stabilisieren, heißt es in der Erklärung. Das Ziel ist nun, die Situation zu stabilisieren, bevor der Wind dreht. In den sieben betroffenen Gemeinden bleibt eine vorübergehende Ausgangssperre in Kraft. Rund 400 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Trennschleifer den Brand ausgelöst haben. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

Im Süden Frankreichs kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen einen Waldbrand im Département Aude. Rund 150 Feuerwehrleute waren am Samstagmorgen noch im Einsatz nahe Pouzols-Minervois. Die Flammen gelten inzwischen als unter Kontrolle, sind aber nicht gelöscht. Das teilte ein Sprecher der Rettungsdienste mit. Der Brand hatte sich über etwa 900 Hektar ausgebreitet. In mehreren südfranzösischen Départements gilt weiterhin die höchste Warnstufe für Waldbrände. Die Wetterbehörde sieht ein hohes Risiko. Im Département Drôme, südlich von Lyon, wütet ebenfalls seit zwei Tagen ein Waldbrand in einer bergigen Gegend. Es handelt sich um ein schwer zugängliches, aber unbewohntes Gebiet. Mindestens 115 Hektar Wald sind bereits den Flammen zum Opfer gefallen, wie die örtliche Präfektur mitteilt. Derzeit sind über 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Doch wege der starken Winde werde es noch Tage dauern, bis der Brand gelöscht ist. Auch in anderen Regionen Frankreichs kam es zuletzt zu Bränden. Tausende Menschen mussten bereits zeitweise evakuiert werden. Die Behörden warnen vor anhaltend schwierigen Bedingungen.

afp/belga/vrt/rop/vk

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