Die Aktivitäten der russischen Schattenflotte in europäischen Gewässern führen zu einer erhöhten Konzentration und einem verstärkten Ausstoß von Schwefeldioxid - auch in der Nordsee. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Naturwissenschaften in Brüssel hervor.
Demnach missachten Schiffe der Schattenflotte zunehmend die internationalen Vorschriften zu Schiffsemissionen und nutzen offenbar schwefelhaltigen Treibstoff. Obwohl russische Schiffe nur rund fünf Prozent des überwachten Schiffsverkehrs ausmachen, sind sie für fast 30 Prozent der festgestellten Verstöße verantwortlich.
Nach Angaben der Forscher halten sich täglich bis zu acht Schiffe der Schattenflotte in belgischen Gewässern auf. Viele davon sind veraltet, schlecht versichert und stellen ein erhöhtes Risiko für technische Defekte und Umweltunfälle dar.
belga/sh