In Belgien werden offenbar mehr Kinder und Jugendliche aus den Niederlanden sexuell ausgebeutet als bislang bekannt. Das hat eine Untersuchung des niederländischen Zentrums gegen Kinder- und Menschenhandel (CKM) herausgefunden.
Die Organisation hatte Fachleute aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland befragt. Sie berichteten von Kontakten zu mindestens 125 betroffenen Kindern und Jugendlichen innerhalb von zwei Jahren. Die weitaus meisten Fälle (99) entfielen auf Belgien, der Rest auf Deutschland (26).
Häufig handelte es sich um Mädchen, die oft noch bei ihren Eltern oder in einer Einrichtung lebten. Nach Einschätzung des Zentrums liegt die Dunkelziffer viel höher. Es forderte deshalb eine engere Zusammenarbeit der Behörden in den drei Ländern, um Betroffene besser zu schützen und sexuelle Ausbeutung wirksamer zu bekämpfen.
belga/vk