Bei besagtem Subunternehmer handelt es sich um die in Flandern bekannte Busgesellschaft "'t'Ros Beiaard". Bei einer tödlichen Kollision eines anderen Schulbusses des gleichen Subunternehmers mit einem Zug waren Ende Mai im ostflämischen Buggenhout zwei Schüler und zwei Erwachsene ums Leben gekommen. Im Zuge der Ermittlungen hatten Zeugen von Missständen und Problemen bei der Busfirma und beim Transport von Förderschülern in Flandern allgemein berichtet. Laut Medienberichten ist vor Kurzem ein Fahrer des Subunternehmers wegen Fahrens mit einem abgelaufenen Führerschein verurteilt worden, ein anderer sei wegen Alkohol am Steuer entlassen worden.
Im Fall des im Bus vergessenen Zwölfjährigen ist unklar, ob den Busfahrer eine Mitschuld treffen könnte. Während der Fahrt war nämlich auch eine Schulbegleiterin im Fahrzeug anwesend. Zu ihren Aufgaben gehört normalerweise, sicherzustellen, dass alle Kinder den Bus verlassen und in die Schule gehen.
Laut Berichten soll der Zwölfjährige am Montag regulär frühmorgens mit dem Bus zu Hause abgeholt worden sein. Dann sei er vermutlich hinten im Bus eingeschlafen und übersehen worden, als die anderen Kinder ausstiegen. Erst als die Schule Stunden später die Angehörigen informierte, dass der Junge nicht zum Unterricht erschienen war, begann die Suche. Der Junge sei dann schlafend vom Busfahrer in dem verschlossenen und auf einem Parkplatz abgestellten Fahrzeug entdeckt worden.
Boris Schmidt