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Datenschutzbehörde meldet deutlich mehr Beschwerden wegen Verstößen

29.06.202617:55
Lupe auf Schloss gerichtet Computer-Tastatur
Illustrationsbild: © Nomadsoul1/PantherMedia

Im vergangenen Jahr haben sich auffällig viele Bürger wegen Verletzungen ihrer Privatsphäre oder des Missbrauchs persönlicher Daten bei der Datenschutzbehörde beschwert. Das zeigt ihr neuer Jahresbericht. Demnach stieg die Zahl der Beschwerden gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Drittel.

Damit ist 2025 das Jahr mit der zweithöchsten Zahl an Beschwerden bei der Datenschutzbehörde. Nur im Jahr 2021 gab es noch mehr Beschwerden, wovon sich die meisten allerdings auf ein spezifisches Datenleck bei Facebook bezogen haben. Die starke Zunahme 2025 kann hingegen nicht mit einem bestimmten Ereignis in Zusammenhang gebracht werden.

Entsprechende Trends sind auch in anderen europäischen Ländern zu verzeichnen, hebt die Behörde hervor. Möglicherweise sei die Zunahme der Beschwerden deshalb darauf zurückzuführen, dass Menschen sensibler geworden seien, was die Problematik betreffe, und Vorfälle deshalb schneller meldeten.

Die meisten Klagen, die bei der Datenschutzbehörde eingegangen sind, betreffen laut dem Jahresbericht Kameraaufnahmen sowie die Privatsphäre am Arbeitsplatz und im Internet, beispielsweise die Aufzeichnung der Bewegungen und des Verhaltens von Menschen in Sozialen Medien durch sogenannte Cookies.

Insgesamt sind 2025 in Belgien über 75.500 Euro an Geldbußen verhängt worden im Zusammenhang mit Beschwerden bei der Datenschutzbehörde. Darunter etwa gegen einen Vermieter, der illegale Überwachungskameras installiert hatte und eine Telefonbuchfirma, die persönliche Daten ohne Einwilligung an Werbetreibende verkauft hatte.

Boris Schmidt

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