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Hitzewelle sorgt für höhere Belastung der Notaufnahmen - Badeunfälle nehmen zu

24.06.202609:1324.06.2026 - 11:08
Notaufnahme (Illustrationsbild: Maxime Asselberghs/Belga)
Illustrationsbild: Maxime Asselberghs/Belga

Die anhaltende Hitzewelle hat Belgien fest im Griff. Das ist auch in den Notaufahmen der Krankenhäuser zu spüren, die einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sind.

Im Krankenhaus von Marche-en-Famenne beispielsweise ist die Zahl der Einweisungen seit Samstag um rund 15 Prozent gestiegen. Vor allem ältere Menschen sowie Personen, die sich körperlich angestrengt haben, ohne ausreichend zu trinken, müssen behandelt werden.

Die häufigsten Beschwerden sind Hitzeschläge, Dehydrierung, Kreislaufzusammenbrüche, Unwohlsein und Brustschmerzen. Angesichts der anhaltend hohen Temperaturen rechnen die Verantwortlichen auch in den kommenden Tagen mit einem starken Patientenandrang.

Wegen der hohen Temperaturen haben Krankenhäuser und Pflegeheime ihre Hitzepläne aktiviert.

Mehrere dramatische Badeunfälle

Angesichts der hohen Temperaturen suchen die Menschen vermehrt Abkühlung im Wasser, häufig auch trotz Badeverboten. Das hat jedoch häufig dramatische Folgen.

In Gent ist am Dienstagabend ein junger Mann nach einem Badeunfall in der Schelde in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das bestätigte die örtliche Polizei. Der Mann war mit Freunden schwimmen, als er sich vom Ufer entfernte und in Schwierigkeiten geriet. Augenzeugen zogen ihn aus dem Wasser, bevor die Rettungskräfte eintrafen. Anschließend wurde er notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht. Im Keizerpark in Gent, wo der Unfall geschah, gilt ein Badeverbot, das an heißen Sommertagen jedoch häufig missachtet wird.

Ebenfalls am Dienstag sind in Sprimont zwei Jugendliche aus Lüttich ertrunken. Die beiden 17-Jährigen waren trotz Verbots in einem stillgelegten Steinbruch baden gegangen. Beide waren offenbar Nichtschwimmer.

Hitzewarnung für fast ganz Belgien

Wegen der anhaltend hohen Temperaturen gilt landesweit seit Mittwoch eine Hitzewarnung der Stufe Orange, mit Ausnahme der Küste. Die Warnstufe gilt noch bis einschließlich Samstag. Das Nationale Krisenzentrum hat am Dienstag entschieden, dass vorerst keine landesweiten Maßnahmen erforderlich sind. Die Behörden rufen jedoch dazu auf, ausreichend Wasser zu trinken, körperliche Anstrengungen zu reduzieren, die direkte Sonne zu meiden und besonders auf gefährdete Personen zu achten.

Zahlreiche Schulen sagen Aktivitäten ab oder bieten in den kommenden Tagen nur Unterricht am Vormittag an. Einige Schulen und Kindertagesstätten schließen sogar vorübergehend vollständig.

Auswirkungen auch auf TEC-Busse

Die Bahn streicht bis einschließlich Freitag täglich 100 Züge. Die SNCB hat noch zahlreiche ältere Züge ohne Klimaanlage im Einsatz, die bei hohen Temperaturen besonders störungsanfällig sind. Um technische Probleme zu vermeiden, wird das Zugangebot daher vorübergehend reduziert.

Auch die TEC passt ihren Betrieb an die Hitze an. In den Provinzen Hennegau und Wallonisch-Brabant wird der Busverkehr nachmittags komplett eingestellt. Grund ist auch hier die fehlende Klimatisierung der Busse.

vrt/rtbf/sh

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