Die hohe Nachfrage nach Kühlung treibt die Strompreise in Belgien weiter stark in die Höhe. Für Mittwochabend wird auf dem Großhandelsmarkt erstmals ein Preis von über 1.000 Euro pro Megawattstunde erwartet. Dienstagabend wird eine Megawattstunde Strom mehr als 650 Euro kosten.
Der starke Preisanstieg wird durch eine sogenannte "Hitzeflaute" verursacht: An heißen Tagen steigt der Stromverbrauch durch Klimaanlagen und Wärmepumpen stark an. Gleichzeitig sinkt am Abend die Produktion aus Solarenergie, und bei Windstille müssen teurere Gaskraftwerke einspringen.
Tagsüber liegen die Preise deutlich niedriger, da Solarstrom einen großen Teil der Nachfrage deckt. Erst in den Abendstunden kommt es zu den Preisspitzen, die sich in der Nacht wieder deutlich abschwächen. Besonders betroffen könnten Verbraucher mit dynamischen Stromtarifen sein, da sie die Preisschwankungen direkt spüren.
belga/vrt/mh