Nach der Reform der Arbeitslosenunterstützung hat nahezu jeder zehnte Betroffene, dessen Leistungen gestrichen wurden, wieder eine Arbeit gefunden. Das berichtet die Zeitung L’Echo unter Berufung auf eine Analyse des Landesamtes für Arbeitsbeschaffung.
Im Januar verloren knapp 9.000 Personen, die seit mehr als 20 Jahren arbeitslos waren, ihren Anspruch auf Leistungen. Im März folgten mehr als 36.500 Langzeitarbeitslose, die seit über acht Jahren auf Arbeitssuche waren. Von dieser zweiten Gruppe fanden laut den Zahlen 10,2 Prozent wieder eine Beschäftigung als Arbeitnehmer oder Selbstständige. Das entspricht rund 3.700 Personen.
Bei den im Januar ausgeschlossenen Arbeitslosen lag die Quote bei 5,8 Prozent. Regional betrachtet verzeichnete Brüssel mit 8,5 Prozent die niedrigste Wiedereingliederungsquote. In der Wallonie lag sie bei 10,7 Prozent, in Flandern bei 11,8 Prozent. Das Arbeitsamt sieht die Entwicklung als Bestätigung der Einschätzung der Föderalregierung. Diese geht davon aus, dass ein Teil der Betroffenen wieder Arbeit findet und die Beschäftigungsquoten bei den kommenden Gruppen von Leistungsbeziehern weiter steigen werden.
rtbf/mh