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Steuerprüfungen: Ein Drittel der kontrollierten Betriebe muss nachzahlen

18.06.202607:11
Steuern
Illustrationsbild: Andrey Popov/Smarterpix

Die von belgischen Betrieben eingereichten Steuererklärungen sind oft nicht korrekt. Das berichten die Wirtschaftszeitungen De Tijd und L'Echo unter Berufung auf Zahlen des Finanzministeriums. Demnach muss rund ein Drittel der Firmen, die sich einer Steuerprüfung durch den Fiskus unterziehen müssen, Steuern nachzahlen.

Die belgischen Steuerbehörden haben im vergangenen Jahr die Steuererklärungen von etwas mehr als 132.000 Firmen genauer unter die Lupe genommen, 129.000 davon waren kleine und mittlere Unternehmen, also KMU, der Rest Großbetriebe. 43.000 von ihnen mussten nach der Kontrolle noch Steuern nachzahlen, weil sie laut Fiskus ihre Steuererklärungen nicht korrekt ausgefüllt hatten.

Bei den allermeisten dieser Überprüfungen handelte es sich um Standardkontrollen, aber bei rund 29.000 Steuerprüfungen hat das Finanzamt gründlicher hingeschaut, unter anderem, indem es Kontrolleure in die Firmen geschickt hat, um nach möglichen Verstößen zu suchen, zum Beispiel in der Buchhaltung.

Außerdem fanden auch noch Operationen der Steuerfahndung statt, die sich gegen organisierten oder umfangreichen Steuerbetrug durch Betriebe richteten.

Die Steuerbehörden interessierten sich aber auch für die Erklärungen von Privatpersonen: Mehr als ein Fünftel der etwa sieben Millionen von Bürgern eingereichten Steuererklärungen sind letztes Jahr vom Fiskus überprüft worden. Hier wurden in rund einem Viertel der Fälle Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Insgesamt haben die verschiedenen Steuerprüfungen ans Licht gebracht, dass belgische Betriebe und Bürger letztes Jahr rund sieben Milliarden Euro an Einkünften nicht korrekt versteuert hatten.

Boris Schmidt

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