In Belgien werden deutlich weniger Bluttransfusionen durchgeführt als noch vor 15 Jahren. Aus Daten der Föderalen Arzneimittelagentur geht hervor, dass die Zahl der Transfusionen um rund ein Drittel zurückgegangen ist.
Eine Ärztin der Uniklinik von Gent führte das in der VRT auf den medizinischen Fortschritt zurück. Studien hätten gezeigt, dass früher Ärzte oft zu früh Bluttransfusion eingesetzt haben.
Zudem habe es große Fortschritte bei Operationstechniken gegeben. Dadurch lasse sich der Blutverlust besser begrenzen. Auch die Blutgerinnung werde während Eingriffen genauer überwacht.
Weniger Transfusionen bedeuten jedoch nicht, dass Blutspenden überflüssig sind. Blutkonserven sind nur begrenzt haltbar. Besonders bei der Blutgruppe O-negativ herrscht derzeit ein kritischer Mangel.
vrt/okr