Die Nationalbank geht davon aus, dass das Haushaltdefizit weiter ansteigen wird. Trotz der Sparmaßnahmen, die die Föderalregierung ergriffen hat, sei keine Kehrtwende erkennbar. Das geht aus der Vorhersage der Nationalbank für die Jahre 2026 bis 2028 hervor.
Der Vorhersage der Nationalbank zufolge könnte das Defizit in diesem Jahr 5,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen. Ein Wert über fünf Prozent sei nicht haltbar, sagte Pierre Wunsch, der Gouverneur der Nationalbank. Wenn man bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode ein Defizit von 4 Prozent erreiche, würde Belgien eine gewisse Glaubwürdigkeit behalten, so Wunsch.
Nach Einschätzung der Nationalbank braucht es noch Einsparungen von mindestens 13 Milliarden Euro. Wunsch sprach sich für unbequeme Maßnahmen aus. Wenn alle an ihren roten Linien festhielten, könne man das Ziel nicht erreichen, betonte der Gouverneur der Nationalbank.
belga/vrt/moko