Der föderale Ombudsmann David Baele hat auf "anhaltende" und "strukturelle" Probleme bei den belgischen Migrationsbehörden hingewiesen. Baele sagte der Zeitung De Standaard, in vielen Fällen würden die Bürgerrechte nicht respektiert.
Im letzten Jahr gingen beim Ombudsdienst 1.262 Beschwerden gegen die Migrationsbehörden ein. Das entspricht 44 Prozent aller eingegangenen Beschwerden. Im Jahr davor lag der Anteil noch bei 37 Prozent.
Die Beschwerden betreffen die Bearbeitung von Visum- und Aufenthaltsanträgen. Kritisiert werden lange Bearbeitungsfristen, mangelhafte Informationen, schwierige Zugänglichkeit, unklare Kommunikation und eine unzureichende Begründung von abgelehnten Anträgen.
Baele zufolge hängen die Probleme mit der sehr komplexen Gesetzgebung und hohem Arbeitsdruck des Personals bei den Behörden zusammen.
belga/vrt/est