Die Staatsanwaltschaft warnt eindringlich vor einer vorzeitigen Haftentlassung des Mehrfachmörders Freddy Horion. Das Strafvollstreckungsgericht Gent hatte am Montag entschieden, dass der heute 78-Jährige nach 47 Jahren Haft das Gefängnis verlassen darf, wenn auch unter hohen Auflagen. Er muss eine elektronische Fußfessel tragen und einer Therapie in einem forensischen Zentrum folgen.
Die Staatsanwaltschaft bezeichnete Horion als tickende Zeitbombe mit einem hohen Rückfallrisiko. Besonders kritisch sieht sie die Unterbringung Horions in ein forensisches Zentrum mit niedrigen Sicherheitsvorkehrungen. Dort sei die Eingangstür tagsüber offen.
Freddy Horion war im Juni 1979 wegen sechsfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Seit 20 Jahren versucht er, mit Hilfe seiner Anwälte eine vorzeitige Haftentlassung zu erwirken.
belga/sh