Laut dem Becom-Bericht ist im Internet einkaufen quasi allgegenwärtig: Über neun von zehn Belgiern haben schon online geshoppt.
Am meisten interessieren die Verbraucher dabei Kleidung und Schuhe. Dafür haben Belgier 2025 online 2,7 Milliarden Euro ausgegeben. Auf Platz zwei landen mit 1,7 Milliarden Euro Elektronikartikel. Sogenannte "Fast moving consumer goods", übersetzt in etwa "schnelldrehende Konsumgüter", komplettieren das Siegertreppchen mit aufgerundet 1,3 Milliarden Euro. Zu diesen schnelldrehenden Konsumgütern gehören beispielsweise Nahrungsmittel und Kosmetikartikel.
Der Verband der belgischen Internethändler beklagt allerdings, dass das im Internet ausgegebene Geld immer häufiger ins Ausland fließt, sprich die Belgier mehr und mehr bei ausländischen Webshops einkaufen. Die Einnahmen belgischer Internethändler sind dadurch im letzten Jahr um mehr als 3,4 Prozent zurückgegangen.
Das Hauptproblem seien asiatische beziehungsweise chinesische Online-Shopping-Giganten wie Shein und Temu, so ein Verantwortlicher von Becom. Die Verbraucher würden vor allem durch niedrige Preise zu ihnen gelockt. Oft sei die Qualität der dort angebotenen Produkte allerdings mindestens fragwürdig beziehungsweise müsse man sogar von gesundheitsgefährdenden Produkten sprechen. Außerdem hielten sich chinesische Internethändler oft nicht an die in Europa geltenden Regeln und Gesetze, so Becom.
Boris Schmidt