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Zigarettenschmuggel kostet Belgien fast eine Milliarde Euro

03.06.202618:42
Gefälschte Zigaretten
Illustrationsbild: John Thys/AFP

In Belgien werden immer mehr illegale Zigaretten geraucht. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung KPMG hervor, die diese im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris durchgeführt hat. Demnach sind dem Staat durch den Verkauf illegaler Zigaretten im vergangenen Jahr fast eine Milliarde Euro an Einnahmen aus Akzisen entgangen.

Laut den Zahlen von KPMG hat der Konsum gefälschter beziehungsweise illegal importierter Zigaretten in Belgien 2025 stark zugenommen - und zwar um 60 Prozent auf mittlerweile über zwei Milliarden Zigaretten. Damit ist ein Viertel aller in Belgien gerauchten Zigaretten illegal.

Die Einnahmen aus Akzisen, die dem Staat dadurch entgehen, ist im gleichen Zeitraum sogar noch stärker gestiegen - nämlich laut der Unternehmensberatung um 77 Prozent.

Außerdem kaufen Belgier ihre Zigaretten offenbar auch gerne jenseits der Grenze. Zusätzlich zu den illegalen Produkten ist im vergangenen Jahr nämlich mehr als eine Milliarde Zigaretten legal aus dem Ausland nach Belgien eingeführt worden. Zählt man illegale und legal aus dem Ausland importierte Zigaretten zusammen, werden nur noch zwei Drittel der in Belgien gerauchten Zigaretten auch legal im Land gekauft. Ein neuer Negativrekord, unterstreicht KPMG.

Die meisten illegalen Zigaretten stammen dabei aus Bulgarien. Vom legalen Zigarettentourismus profitiert am stärksten Luxemburg, wo die Akzisen auf Tabakwaren deutlich niedriger sind.

Insgesamt ist der Zigarettenkonsum in Belgien 2025 im Vergleich zum Vorjahr auch leicht gesunken - und zwar um 1,5 Prozent.

Boris Schmidt

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