Der Haushaltsausschuss des Parlaments der Französischen Gemeinschaft hat in der Nacht zu Dienstag das umstrittene Programmdekret gebilligt. Die Mehrheit stimmte dafür, die Opposition votierte dagegen.
Eine endgültige Verabschiedung im Plenum steht jedoch noch aus. Begleitet wurde die Sitzung von Protesten: Mehrere hundert Lehrer hatten sich am Montagabend vor dem Parlament in Brüssel versammelt.
Hintergrund ist ein umfangreiches Sparpaket der Regierung der Französischen Gemeinschaft, das vor allem Maßnahmen im Bildungsbereich vorsieht. Dazu gehören unter anderem mehr Arbeitsstunden für Lehrer in den Sekundarschulen (Oberstufe) sowie strengere Regeln für Krankheitstage und den Ruhestand.
Außerdem sollen die Studiengebühren für einen Großteil der Studenten deutlich steigen (von 835 auf 1.194 Euro/Jahr). Gleichzeitig sind Kürzungen bei Schulmaterial und kostenlosen Mahlzeiten geplant.
rtbf/jp