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Schärfere Regeln für Studenten aus Nicht-EU-Ländern

01.06.202607:13
Studenten an der Uni Gent
Hörsaal mit Studenten an der Uni Gent (Illustrationsbild:: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Für Studenten aus Nicht-EU-Ländern gelten ab sofort strengere Regeln an belgischen Hochschulen. Nicht-EU-Studenten müssen schneller studieren und können nicht mehr unbegrenzt ihr Visum für Studienzwecke verlängern. Durch die Maßnahmen soll verhindert werden, dass der Studentenstatus für den Erhalt von Aufenthaltsgenehmigungen missbraucht wird.

Die Maßnahmen seien hart, gibt die N-VA-Staatssekretärin für Einwanderung, Anneleen Van Bossuyt, in einer Mitteilung zu. Aber sie seien nötig. Auch mit Blick auf all die Nicht-EU-Studenten, die zügig ihr Studium in Belgien absolvieren würden.

Die neuen Maßnahmen sehen unter anderem vor, dass Nicht-EU-Studenten in einem Bachelor-Studiengang innerhalb der ersten zwei Jahre jetzt mindestens 60 Credits erreichen müssen statt bislang nur 40. Wer sich innerhalb von drei Jahren in drei unterschiedliche Studiengänge einschreibt, ohne einen Abschluss vorzuweisen, soll keine Aufenthaltsgenehmigung mehr erhalten.

Schon bislang verweigert Belgien Studenten aus Nicht-EU-Ländern unter gewissen Umständen eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung. Im vergangenen Jahr war das bei knapp 400 Studenten der Fall.

Insgesamt stellten im vergangenen Jahr rund 14.000 Studenten aus Nicht-EU-Ländern einen ersten Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung, um ein erstes Studium in Belgien zu beginnen. Gut 80 Prozent der Anträge wurden bewilligt.

Kay Wagner

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