Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen reagieren sehr unterschiedlich auf die Verabschiedung der Rentenreform durch das Parlament. Der Unternehmerverband FEB zeigte sich erfreut über die Reformen. Es sei ein notwendiger Schritt, um den Anstieg der Rentenausgaben unter Kontrolle zu halten.
Laut dem Verband sorgt das neue Gesetz für mehr Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen Altersbezügen und zwischen den Generationen. Vorgesehen ist die Einführung eines Bonus-Malus-Systems. Wer länger als gesetzlich vorgeschrieben arbeiten will, kann seine Rente verbessern. Umgekehrt sind bei einem vorgezogenen Ruhestand größere Abschläge zu erwarten.
Die Gewerkschaften sprechen von einer selektiven Sparmaßnahme, bei der Beamte, Arbeitnehmer in prekären Beschäftigungsverhältnissen und Frauen in Teilzeit einen hohen Preis bezahlen. Die Gewerkschaften wollen die Reform vor dem Verfassungsgerichtshof anfechten, nach Möglichkeit noch in diesem Jahr.
belga/sh