Im letzten Jahr hat es in Belgien 2.147 Meldungen von Kindern oder Jugendlichen gegeben, die von zu Hause ausgerissen oder von der Einrichtung weggelaufen sind, in der sie untergebracht waren. Das geht aus Zahlen der Organisation Child Focus hervor.
Es handelt sich um einen Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zu 2024. Insgesamt waren es 1.541 Kinder, von denen 349 mehrmals weggelaufen sind. Sehr häufig handelte es sich dabei um junge Mädchen.
Um Eltern, Lehrer, Betreuer und Sozialarbeiter für das Thema zu sensibilisieren, startet Child Focus am Montag eine Kampagne. Sie soll dazu beitragen, dass mehr auf die Jugendlichen geachtet wird, bevor Weglaufen für sie zum einzigen Ausweg wird.
Nel Broothaerts, die Direktorin von Child Focus, sagte in der RTBF, das Weglaufen sei häufig keine spontane Aktion, sondern ein Hilferuf. Die Jugendlichen würden keinen anderen Ausweg mehr sehen. Dafür gebe es unterschiedliche Gründe.
Am Montag ist der internationale Tag der vermissten Kinder.
belga/rtbf/est