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"Digital Detox": Studie der Uni Gent findet keine Belege für dauerhafte Auswirkungen auf Wohlbefinden

22.05.202618:12
Jugendliche mit Smartphone
Bild: Halfpoint/Smarterpix

Drei Stunden pro Tag verbringen wir im Schnitt am Smartphone, jedenfalls laut einer Studie in Flandern. Und es werden immer mehr. Manche Menschen versuchen, das zu reduzieren. Zum Beispiel mit einem "Digital Detox", also einem "digitalen Entgiften". Aber bringt das überhaupt was? Dieser Frage ist eine Studie der Universität Gent nachgegangen.

Egal, ob man sie nun hasst, liebt oder einfach hinnimmt – niemand wird bestreiten, dass die Digitalisierung die Leben der meisten Menschen tiefgreifend verändert hat – und das auch weiter tut. Nicht umsonst spricht man in diesem Zusammenhang ja auch von der "dritten industriellen Revolution". Und eben weil die Bedeutung der Digitalisierung so groß ist, werden auch ihre Auswirkungen intensiv erforscht.

Das gilt auch für radikale Entziehungskuren wie das digitale Detoxen. Da gibt es mittlerweile in der Tat zahlreiche Studien drüber. Das Problem ist allerdings, dass sich ihre Ergebnisse oft widersprechen. Und da kommt die neue Studie der Universität Gent ins Spiel. Die ist nämlich eine sogenannte Meta-Studie, wie Mariek Vanden Abeele gegenüber der VRT erklärt. Die Professorin für Kommunikationswissenschaften hat an der Untersuchung mitgearbeitet.

Meta-Studien kombinieren eine Vielzahl von Studien zu einer Übersicht. Sprich die Forscher haben die Ergebnisse vorhandener Studien verglichen und gebündelt ausgewertet, mit einem doch eher überraschenden Ergebnis, wie die Professorin einräumt. Weil insgesamt betrachtet kommen die Macher der Meta-Studie zu dem Schluss, dass die digitale Entgiftung von den Sozialen Medien eine Null-Auswirkung hat, also keinen messbaren und nachhaltigen Effekt.

Für alle Deutlichkeit: Das soll nicht heißen, dass Digitales Detoxen schädlich wäre oder so. Aber in der Summe können die Forscher eben auch keine positiven Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Teilnehmern an solchen Experimenten bestätigen.

Betonung wohlgemerkt auf "in der Summe". Weil einzelne Studien vermelden durchaus positive oder eben auch negative Folgen einer Entziehungskur von den Sozialen Medien bei den Probanden. Aber sie heben sich vereinfacht gesagt gegenseitig auf.

Ein mögliches Problem sehen die Genter Forscher dabei schon bei der Auswahl der Testpersonen für solche Experimente. Wenn beispielsweise per Aufruf Menschen gesucht würden, die ihre Bildschirmzeit reduzieren wollten, dann dürfe es nicht überraschen, dass die sich besser fühlten, wenn sie das auch täten, führt Vanden Abeele aus. Schließlich seien sie ja quasi schon mit diesem Vorsatz in das Experiment gegangen. Das sei schon fast eine Art selbsterfüllende Prophezeiung dann.

Wer hingegen nicht ganz so freiwillig an so einer Studie teilnehme, zum Beispiel um Leistungspunkte fürs Studium zu sammeln, bringe schon eine negative Grundeinstellung mit. Weil schließlich müsse man ja auf etwas verzichten, was einem wichtig sei und was man gerne mache eigentlich.

Ein anderer Punkt sei, dass die Sozialen Medien zwar absolut programmiert seien, um Menschen möglichst fest an sich zu binden, sie also im umgangssprachlichen Sinn süchtig zu machen. Aber das bedeute deswegen noch lange nicht, dass die untersuchten Menschen rein klinisch betrachtet auch tatsächlich abhängig würden von ihnen.

Generell sei das Verhältnis vieler zu den Sozialen Medien ambivalent, unterstreicht die Kommunikationsexpertin: Die Menschen liebten und hassten sie. Einerseits seien sie unterhaltend, sie vertrieben die Langeweile und könnten Freude bereiten. Aber gleichzeitig hätten sie eben auch eindeutige und erhebliche negative Seiten. Das sehe man ihrer Meinung auch etwas in den Detox-Effekten.

Dennoch will die Forscherin digitale Entziehungskuren auch nicht generell als kontraproduktiv einstufen. Eine Weile auf Soziale Medien zu verzichten, könne durchaus hilfreich sein. Zum Beispiel, um sich bewusst zu machen, wie sehr die Apps versuchten, Benutzer an sich zu binden. Oder um sich in Erinnerung zu rufen, dass es auch gut ist, sich mal von der ganzen Online-Welt zu lösen.

Urlaube eigneten sich zum Beispiel gut für so etwas, merkt Vanden Abeele noch an, einfach, weil viele Menschen da sowieso etwas zur Ruhe kommen wollten. Aber zurück im Alltag sei es in der digitalisierten Welt von heute fast unmöglich, den Detox durchzuhalten. In dem Sinne mache es vielleicht mehr Sinn, auf Bewusstmachung und kleine Anpassungen des eigenen digitalen Konsums zu setzen als auf umwälzende Veränderungen.

Boris Schmidt

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