Die Demonstranten hatten mehrere Räumlichkeiten der Hochschule besetzt, darunter auch das Rektorat. Dabei kam es offenbar zu vereinzelten Sachbeschädigungen. Als die Aktivisten versuchten, unerkannt das Gebäude zu verlassen, griff die Polizei ein. Dabei wurden 42 Personen vorübergehend festgenommen. Zwei Beamte wurden bei der Aktion leicht verletzt.
"Unverhältnismäßig", dieses Wort wurde von beiden Seiten in den Mund genommen. Erstmal von Petra De Sutter, der Rektorin der Uni Gent. Die Aktivisten seien im Grunde gar nicht auf einen Kompromiss bedacht, sondern wollten nur ein Zeichen setzen. Und das sei auch der Grund für die unannehmbaren Sachbeschädigungen, die die Aktivisten im Rektorat angerichtet haben.
Die Demonstranten forderten, dass die Uni mit sofortiger Wirkung sämtliche Verbindungen zu israelischen Einrichtungen abbricht. Das Rektorat hatte am Mittwoch ein Eilverfahren angestrengt, um die Räumung der besetzten Gebäude zu erwirken.
Wegen der Vandalismusakte wollte die Polizei die Identität der Aktivisten feststellen. Als sich einige weigerten, kam es zu heftigen Zusammenstößen. Dabei hätten die Ordnungskräfte "unverhältnismäßige Gewalt" angewendet, beklagte ein Sprecher der Demonstranten. Die Besetzung eines anderen Unigebäudes wurde derweil noch nicht beendet. Die Lage dort sei angespannt, hieß es.
Die Proteste an der Uni Gent gehen seit einigen Wochen. Nach Ansicht der Pro-Palästina-Aktivisten ist die Uni Gent mitschuldig an den israelischen Kriegsverbrechen im Gazastreifen.
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