Im vergangenen Jahr hat das Zentrale Organ für Sicherstellung und Einziehung (ZOSE) insgesamt Geld und Gegenstände in Höhe von 148 Millionen Euro beschlagnahmt, die aus kriminellen Machenschaften stammen. Das ist ein neuer Höchstwert.
Eingerechnet ist unter anderem sichergestelltes Bargeld - aber auch Geld, das von Bankkonten beschlagnahmt wurde. Die Einnahmen durch Verkäufe von eingezogenen Gütern gehören ebenfalls dazu.
Das ZOSE als Organ der Staatsanwaltschaft besteht seit 2003. ZOSE-Direktor Walter Quirynen ist der Meinung, dass dieser neue Rekordwert zunächst darauf zurückzuführen sei, dass es bei Polizei und Justiz zusehends das Bewusstsein gebe, Straftätern finanziell wehzutun.
Ein zweiter Grund sei, dass dieses Verfahren immer häufiger zur Anwendung komme. So würden auch Fahrzeuge und andere Gegenstände beschlagnahmt, die dann noch während der laufenden Ermittlungen verkauft werden. Die Zahl derartiger Verkäufe von beschlagnahmten Gütern betrug im vergangenen Jahr mehr als 1.600.
vrt/moko