In Belgien bleibt homophobe und transfeindliche Gewalt weiterhin ein Problem. Dazu haben das Gleichstellungszentrum Unia und das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Mittwoch einen gemeinsamen Pressebericht vorgestellt.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 311 Meldungen zu Diskriminierung und Gewalt gegen homosexuelle Menschen registriert. Zusätzlich gab es 454 Meldungen wegen transfeindlichem Verhalten. Laut Unia handelt es sich dabei nur um die Spitze des Eisbergs, denn viele Betroffene erstatten keine Anzeige.
Bei etwa der Hälfte der Meldungen wurde ein Rechtsverfahren eingeleitet. In vier von zehn Fällen ging es um Straftaten wie Körperverletzung und Einschüchterung. Die Organisationen warnen vor einem zunehmend feindlichen Klima und fordern dringend mehr Bildungsarbeit und politische Maßnahmen gegen Diskriminierung.
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