"Uff!", wird sich wohl so mancher gesagt haben. Jetzt scheint jedenfalls Gewissheit zu herrschen: Die beiden belgischen Passagiere, die sich an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffes Hondius befunden haben, haben sich nicht mit dem Hantavirus angesteckt.
Die beiden waren am Sonntag aus Teneriffa nach Eindhoven ausgeflogen worden. Von dort aus ging es dann weiter in die Antwerpener Universitätsklinik. Der Transport war von strengen Vorsichtsmaßnahmen begleitet.
Nach ihrer Rückkehr nach Belgien mussten sie erst einmal auf einer spezialisierten Station in Quarantäne bleiben. In der Folge wurden Blutanalysen vorgenommen. Eine erste Untersuchung lieferte "unschlüssige Daten", wie es am Sonntag hieß.
Deswegen wurde am Dienstag ein zweiter Test durchgeführt. Und am Abend gab es dann die endgültige Gewissheit: Die Tests fielen negativ aus - "nicht infiziert" also.
Ganz unerwartet war dieses Ergebnis nicht. Die beiden Personen zeigten nämlich nach wie vor keinerlei Symptome. Man wollte dennoch natürlich auf Nummer sicher gehen. Die beiden Patienten dürfen jetzt nach Hause, müssen aber nochmal sechs Wochen in Quarantäne bleiben, weil die Inkubationszeit beim Hantavirus ungewöhnlich lang ist.
Offiziell haben sich elf Menschen mit der Krankheit infiziert, drei Menschen sind daran gestorben.
Mit Hantavirus infizierte Französin in kritischem Zustand
Eine mit dem Hantavirus infizierte Französin befindet sich in kritischem Zustand. Die Frau wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Paris behandelt.
Nach Angaben des behandelnden Arztes ist die Lunge der Frau von dem Virus angegriffen. Sie wurde an eine künstliche Lunge angeschlossen.
Die Frau gehört zu den fünf Franzosen, die mit dem Kreuzfahrtschiff Hondius unterwegs waren, das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen war. Die übrigen vier Passagiere aus Frankreich sind bisher negativ auf das Virus getestet. Sie und ihre Kontaktpersonen sind im Krankenhaus isoliert.
Roger Pint