Zwei belgische Passagiere, die sich während des Ausbruchs des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" befunden haben, sind in der Nacht in Belgien eingetroffen. Das hat der FÖD Volksgesundheit bestätigt. Sie werden zurzeit im Universitätskrankenhaus Antwerpen untersucht. Das Gesundheitsministerium bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich mit dem Hantavirus infiziert haben, aber als "klein".
Die "Hondius" hatte nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch die Kanareninsel Teneriffa angelaufen. Dort ist Sonntag im Laufe des Tages ein erster Teil der Passagiere unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen von Bord des Schiffes und zu wartenden Flugzeugen gebracht worden, die sie in ihre jeweiligen Heimatländer zurücktransportierten.
Die zwei belgischen Passagiere wurden in einer niederländischen Maschine mitevakuiert, die in der Nacht auf dem Flughafen von Eindhoven in den Niederlanden landete. Von dort aus wurden sie im Anschluss mit einem Krankenwagen der belgischen Armee in eine spezielle Infektionsabteilung des Universitätskrankenhauses Antwerpen gefahren.
Während des Transports und bei der Aufnahme ins Krankenhaus habe das Personal alle notwendigen Vorsichtsmaßregeln befolgt, um ein Ansteckungsrisiko zu minimieren, so der FÖD Volksgesundheit.
Wie das Ministerium weiter mitteilt, werden die zwei Personen nun unter anderem umfangreiche Bluttests ablegen müssen, um festzustellen, ob sie sich wirklich nicht mit dem Hantavirus angesteckt haben. Die Ergebnisse dieser Bluttests werden frühestens für MontagaAbend erwartet. Dann wird über das weitere Vorgehen entschieden werden.
Boris Schmidt