Der Flughafen Zaventem hat im vergangenen Jahr mit 828 Millionen Euro einen neuen Rekordumsatz verzeichnet. Das ist laut einer Mitteilung des Flughafens ein Zuwachs von sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2024.
Sowohl die Zahl der abgefertigten Fluggäste als auch das Frachtvolumen sind den Angaben zufolge im vergangenen Jahr gestiegen. Demnach nutzten insgesamt 24,4 Millionen Passagiere den Flughafen Zaventem. Umgeschlagen wurden Frachtgüter mit einem Gesamtgewicht von 795.000 Tonnen.
Im vergangenen Jahr seien 302 Millionen Euro in die Infrastruktur des Flughafens gesteckt worden, teilte die Geschäftsführung mit.
Für die kommenden Jahre hat Arnaud Feist, der Geschäftsführer des Flughafens Zaventem, als Ziel ausgegeben, Wachstum bei geringerer Lärmbelästigung zu erzielen. Feist geht davon aus, dass die Zahl der Flüge weniger schnell steigen wird. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Fluggesellschaften immer größere und besser ausgelastete Flugzeuge einsetzen.
Angesichts der angekündigten neuen Gewerkschaftsproteste gegen die Sparpolitik der Regierung befürchtet der Brussels Airport allerdings auch wirtschaftliche Folgen. Konkret bestehe die Gefahr, dass einige Airlines wegen der andauernden Streiks den Flughafen Zaventem verlassen oder zumindest meiden könnten, sagte Feist in der VRT. "Diese Proteste haben mit unserem Sektor nichts zu tun; und wir sind so etwas wie eine Geisel des Ganzen", so Feist. "Genug ist genug", so lautet seine Botschaft.
Wegen der nationalen Kundgebung am kommenden Dienstag muss am Brussels Airport mehr als die Hälfte aller Flüge gestrichen werden. "Zum inzwischen achten Mal innerhalb von anderthalb Jahren wird der Flugverkehr in Zaventem gestört", beklagte Feist in der VRT. Diese andauernden Streiks könne man ausländischen Airlines inzwischen nicht mehr erklären. Und wenn das so weitergeht, dann ist nicht mehr auszuschließen, dass einige Gesellschaften dem Brussels Airport den Rücken kehren oder ihre Prioritäten auf andere Flughäfen verlagern könnten.
belga/mitt/moko/rop