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Zahl der Langzeitkranken auf Rekordstand - Aber weniger als befürchtet

08.05.202606:32
Leeres Büro
Illustrationsbild: © PantherMedia/stockasso

Die Zahl der Langzeitkranken ist auf einen Rekordstand gestiegen. Demnach bekamen im vergangenen Jahr rund 575.000 Menschen Invaliditätsleistungen ausgezahlt. Das sind über 26.000 mehr als noch im Jahr 2024. Fachleute hatten mit dem Anstieg gerechnet. Die Entwicklung ist aber offenbar nicht so dramatisch wie befürchtet.

Die einen sehen das Glas halbleer, die anderen halbvoll: "Die Zahl der Langzeitkranken klettert auf einen Rekordstand", schreiben am Freitag die Wirtschaftszeitungen De Tijd und L'Echo. "Doch es sind weniger als befürchtet", bemerkt De Morgen.

In erster Linie ist es aber doch eine beeindruckende Zahl: 575.000 Menschen bekamen 2025 Invalidengeld; das ist ein Anstieg um rund 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Vergleich mit der Situation vor fünf Jahren zeigt die Entwicklung noch deutlicher: Da sieht man einen Anstieg um über 100.000. Mehr als 100.000 Langzeitkranke mehr innerhalb von fünf Jahren, das ist kein Pappenstiel.

Und doch sind Experten nicht überrascht: Sie hatten damit gerechnet, dass die Zahlen weiter ansteigen würden. Sie hatten sogar noch mehr erwartet. Dies vor dem Hintergrund des Anstiegs des Renteneintrittsalters. Anfang letzten Jahres ist das gesetzliche Rentenalter auf 66 Jahre gestiegen.

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke sieht ebenfalls Lichtblicke. So steigt die Zahl der Langzeitkranken in der Altersklasse zwischen 50 und 64 Jahren weniger schnell als bei den unter 35-Jährigen.

Die meisten Langzeitkranken leiden unter psychischen Problemen.

Roger Pint

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