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Hantavirus: Virologe Steven Van Gucht hält Situation für absolut kontrollierbar

07.05.202618:05
Der Virologe Steven Van Gucht
Der Virologe Steven Van Gucht (Archivbild: James Arthur Gekiere/Belga)

Seit Tagen verfolgt die Welt gebannt, was sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs "MV Hondius" auf dem Atlantik ereignet. Und mit jeder Meldung über weitere Verdachtsfälle steigt auch die Nervosität bei vielen Menschen. Einer der bekanntesten Virologen des Landes, Steven van Gucht vom Gesundheitsinstitut Sciensano, versucht zu beruhigen.

Drei Todesopfer hat der Ausbruch des sogenannten Hantavirus an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius bereits gefordert. Bei fünf weiteren Menschen ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO eine Infektion bestätigt. Vorläufig wohlgemerkt, denn die Inkubationszeit kann bis zu sechs Wochen betragen. Eine sehr, sehr lange Zeit, in der sich das Virus weit ausbreiten könnte. Gerade angesichts der Tatsache, dass es sich bei den Menschen auf der Hondius ja um Touristen aus aller Welt handelt.

Auch das erklärt wohl, warum die Gesundheitsbehörden im Zweifelsfall Menschen, die in engerem Kontakt mit Erkrankten waren, möglichst schnell isolieren. So wie etwa gerade in den Niederlanden, wo eine Stewardess der Fluglinie KLM prophylaktisch im Krankenhaus isoliert wird, weil sie möglicherweise verdächtige Gesundheitsbeschwerden hat nach Kontakt mit einer später verstorbenen Passagierin des Kreuzfahrtschiffs.

Dennoch warnt Virologe Van Gucht im Interview mit der VRT vor voreiligen Schlüssen. Es sei noch nicht bestätigt, dass sich die Stewardess tatsächlich mit dem Hantavirus angesteckt habe. Ihre bisher milden Gesundheitsprobleme könnten auch andere Ursachen haben. Aber natürlich sei es richtig und wichtig, Verdachtsfälle in Krankenhäusern zu isolieren, hebt der Virologe ebenfalls hervor.

Hantaviren gibt es viele verschiedene, im vorliegenden Fall geht es um den sogenannten "Anden-Typ". Deswegen hat Van Gucht auch keine Zweifel daran, dass beim aktuellen Ausbruch eine Übertragung der Erreger von Mensch zu Mensch stattgefunden hat. Davon müsse man angesichts der Fakten einfach ausgehen. Das wisse man auch aus Erfahrung, weil es in der Vergangenheit ja bereits Ausbrüche gegeben habe, nämlich in Argentinien und Chile. Mit eben auch Übertragungen von Mensch zu Mensch.

Aber das heiße deswegen noch lange nicht, dass man es hier mit einem extrem ansteckenden Virus zu tun habe. Bei den bisher bekannten Fällen habe es wohl recht engen Kontakt zwischen den betroffenen Personen gegeben.

Aus den historischen Hantavirus-Ausbrüchen habe man auch gelernt, dass das Problem unter Kontrolle zu bringen sei mit entsprechenden Maßnahmen. Mit Quarantänen und Contact-Tracing ließen sich diese Ausbrüche zügig beenden, so Van Gucht.

Der Virologe, der für viele Menschen in Belgien ja eines der Gesichter der Corona-Pandemie ist, will den Hantavirus-Ausbruch auch nicht mit Covid-19 vergleichen. Die Hantavirus-Situation sei eine andere, unterstreicht er. Bei Covid seien die Patienten etwa häufig schon ansteckend gewesen, bevor sie erste Symptome gehabt hätten. Oder sie seien auch ohne Symptome infektiös gewesen. Das sei beim Hantavirus nicht der Fall.

Nach allem, was man wisse, sei das Hantavirus wirklich nur ansteckend, wenn die Patienten Symptome hätten. Das gelte insbesondere für die frühen Phasen der Gesundheitsbeschwerden, die anfangs durchaus Grippe und anderen Atemwegserkrankungen ähnelten. In dieser Phase dürfe man dann auch wirklich keine Risiken eingehen, sprich der Kontakt zu anderen Menschen müsse auf jeden Fall unterbleiben, um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern.

Und dann sei da noch die ganz andere Ausgangslage, weil es sich eben um ein Schiff handele und man wisse, wer sich wann wo befunden habe. Das bedeute, dass man mögliche Kontakte nicht erst suchen müsse, zumindest nicht auf dem Schiff. Es reiche also, den Behörden entsprechende Instruktionen zu geben.

In dem Sinne sei die Situation viel einfacher zu kontrollieren mittels Contact-Tracing und anderen Kontakt-Maßnahmen als das, was man während der Covid-Epidemie erlebt habe, so der Virologe.

Die beiden Reisenden aus Belgien, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" befinden, könnten am Montag nach Belgien zurückkehren. Das meldet die VRT. Laut Joris Moonens von der flämischen Gesundheitsbehörde muss das Datum allerdings noch bestätigt werden.

Die beiden Belgier zeigen bisher keine Anzeichen einer Ansteckung mit dem Hantavirus. Ob nach ihrer Rückkehr Maßnahmen ergriffen werden müssen, ist noch unklar. Die flämische Gesundheitsbehörde will darüber in Kürze mit dem Föderalen Öffentlichen Dienst Volksgesundheit und mit dem Gesundheitsinstitut Sciensano beraten.

Boris Schmidt

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