Die Mutter und der Stiefvater des kleinen Raul sind vom Assisenhof in Gent am Mittwoch zur Höchststrafe von 30 Jahren Haft verurteilt worden. Sie wurden wegen der Folterung des damals neunjährigen Jungen schuldig befunden.
Das Kind war vor drei Jahren an den Folgen seiner wochenlangen Misshandlungen durch seine Mutter und ihren damaligen Partner gestorben. Die Leiche des Jungen hatten die beiden in einer Tasche im Wasser versenkt. Nach Verbüßen der Haftstrafe kann die Justiz die beiden Verurteilten noch weitere fünf Jahre wegsperren oder unter Aufsicht stellen.
Am Ende des Prozess wandte sich die Vorsitzende Richterin an die Verurteilten: "Die Richter waren streng", sagte sie. "Aber was Sie getan haben und wie Sie es getan haben, hat alles Vorstellbare überschritten." Und: Raul sei durch den Prozess auf gewisse Art zum Kind der ganzen Gesellschaft geworden.
vrt/sh