Außenminister Maxime Prévot hat sich für eine stärkere Zusammenarbeit mit China ausgesprochen. Bei einem Besuch der Niederlassung des belgischen Chemieunternehmens Syensqo in Shanghai betonte er, dass Belgien und die Europäische Union Partnerschaften mit China pflegen sollten, um der wachsenden Konkurrenz auf intelligenter Weise die Stirn zu bieten.
Hintergrund ist das starke Handelsdefizit der EU mit China, das 2025 auf rund 360 Milliarden Euro gestiegen ist. Prévot will bei seinen Treffen mit chinesischen Regierungsvertretern faire Wettbewerbsbedingungen und mehr Gegenseitigkeit im Handel fordern.
Das Beispiel Syensqo zeige, dass Zusammenarbeit möglich sei: Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten in China aktiv und bringt seine fachliche Kompetenz in den Branchen Luftfahrt, Automobilbau und Elektronik auf dem chinesischen Markt ein. Die innovativen Lösungen, die am Standort in Shanghai entwickelt werden, fließen sowohl in den lokalen als auch in den internationalen Markt ein.
belga/sh