Der Anteil berufstätiger Frauen hat in Belgien in den letzten zehn Jahren zugenommen. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten hinkt Belgien aber hinterher, was den Anteil berufstätiger Frauen betrifft.
Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Gent. Nach Ansicht der Studienautoren hängt das damit zusammen, dass in Belgien immer noch vor allem Frauen die Kindererziehung leisten.
Eine Maßnahme, die helfen könnte dieses Ungleichgewicht zu beheben, könnte aus Sicht der Wissenschaftler der sogenannte Familienzeitkredit sein, den die Regierung De Wever plant.
Geplant ist, die verschiedenen Formen wie Laufbahnunterbrechung, Elternzeit oder Zeitkredite zur Betreuung von Angehörigen zu einem einzigen System zusammenzufassen. Die Regeln sollen für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft, Beamte und Selbstständige vereinheitlicht werden.
Ein Ziel dabei ist, die Vereinbarung von Beruf und Familie zu erleichtern.
vrt/sh