"Von den drei großen Ratingagenturen war das die letzte", konnte Premierminister Bart De Wever nur feststellen. In jedem Fall bekommen er und seine Regierung es jetzt nochmal schriftlich: "Der Haushalt muss saniert und das Defizit abgebaut werden", das ist ganz klar die Botschaft. Vor S&P hatten bereits Moody's und Fitch ähnliche Schritte unternommen.
Zwar war die Entscheidung erwartet worden, doch ist sie dafür immer noch eine schlechte Neuigkeit für die Regierung. Denn die Herabsetzung der Kreditwürdigkeit hat quasi automatisch zur Folge, dass die Kreditzinsen für das betreffende Land steigen, also dass die Staatsschuld teurer wird.
Verantwortlich dafür sei die Politik der Vergangenheit, in der wir die Staatsfinanzen haben verwahrlosen lassen, sagte De Wever in der VRT. Wie dem auch sei, das sei jetzt auch nochmal ein deutlicher Weckruf für alle Koalitionsparteien.
So könne es nicht weitergehen. "Und unsere Sparanstrengungen reichen noch nicht, wir müssen noch eine Schippe drauflegen", sagte De Wever.
Roger Pint