Vor dem Geschworenengericht von Gent beginnt Donnerstag der Prozess um den gewaltsamen Tod eines neunjährigen Jungen aus Rumänien.
Die Leiche des kleinen Raul wurde im April 2023 bei einem Dock in Gent aus dem Wasser geborgen. Sie befand sich in einer mit Steinen beschwerten Sporttasche. Die Leiche wies Merkmale von schweren Misshandlungen auf. Die Ermittlungen ergaben, dass Raul von seiner Mutter und ihrem damaligen Partner geschlagen, gequält und schwer vernachlässigt worden war.
Zwischenzeitlich fiel der Verdacht auch auf die 13-jährige Schwester. Die Angeklagten hatten sie belastet, nachdem das Mädchen ausgesagt hatte, dass sie dabei war, als die beiden Erwachsenen Rauls Leiche im Wasser versenkten.
Die Mutter, eine 33-jährige Rumänin und ihr 37-jähriger Ex-Freund, ebenfalls ein Rumäne, sind angeklagt wegen Folterung mit Todesfolge, aber nicht wegen Mordes. Ihnen drohen bis zu 30 Jahre Haft.
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