In Namur ist am Montag eine wissenschaftliche Studie zu den wichtigsten Faktoren für die Aufnahme von PFAS vorgestellt worden. Dazu wurden die Einwohner mehrerer wallonischer Gemeinden befragt, in denen besonders hohe PFAS-Konzentrationen nachgewiesen wurden.
1.600 Fragebögen aus den vier Gemeinden Chièvres, Ronquières, Nandrin und Florenne lagen den Wissenschaftlern zur Auswertung vor. Dabei kam heraus, dass der Konsum von Leitungswasser sowie Eiern aus eigener Haltung und Gemüse aus Privatgärten zu den entscheidenden Faktoren für die hohe PFAS-Belastung zählen. Auch der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten trägt dazu bei.
Eine wichtige Rolle spielen auch individuelle Faktoren wie Alter und Geschlecht. So wurde bei älteren Menschen und Männern höhere PFAS-Konzentrationan im Blut nachgewiesen.
Wohnort und Dauer der Exposition zählen ebenfalls zu den Einflussfaktoren. Einwohner, die länger als zehn Jahre in einer der betreffenden Gemeinden leben, haben ebenfalls höhere PFAS-Werte. Auch bestimmte Alltagsprodukte wie Textilien, Kosmetika und Hygieneartikel können zu einer PFAS-Belastung beitragen, allerdings in geringerem Maße.
belga/rtbf/sh