Über 200 Gewerkschaftsvertreter haben am Montag vor dem Gefängnis von Antwerpen demonstriert. Sie protestierten gegen den geplanten Einsatz privater Sicherheitskräfte im neuen Antwerpener Gefängnis.
Die Gewerkschaften sind der Ansicht, dass diese Entscheidung den Weg für eine Privatisierung wesentlicher staatlicher Aufgaben ebnet. Justizministerin Annelies Verlinden (CD&V) rechtfertigte diese Entscheidung, weil sie vorübergehend und begrenzt sei.
Laut der Ministerin wird das private Personal keinen Kontakt zu den Häftlingen haben. Seine Aufgaben beschränkten sich insbesondere auf die Zugangskontrolle für Besucher und die Überwachung der Parkplätze. Die Eröffnung des neuen Antwerpener Gefängnisses ist für diesen Herbst geplant.
Am Sonntagabend hat das Gefängnispersonal in Belgien wegen der Privatisierungspläne einen 24-stündigen Streik begonnen.
belga/vk