Heizöl wird ab Samstag so teuer wie nie. Der Maximumpreis steigt erstmals auf über 1,60 Euro pro Liter bei einer Bestellung von mindestens 2.000 Litern.
Die Energiepreise sind seit Beginn des Iran-Krieges drastisch gestiegen. Heizöl ist mittlerweile fast doppelt so teuer wie zuvor. Im Februar lag der Preis für einen Liter noch bei 83 Eurocent.
Die dramatisch steigenden Energiepreise sind am Freitag auch Thema des föderalen Ministerrats. Mehrere Koalitionspartner wollen Maßnahmen einführen, um die hohen Energiekosten für die Bürger abzumildern. Die N-VA von Premier De Wever bleibt bisher fest dabei, dass es dafür keinen finanziellen Spielraum gebe.
Verbraucherschutzminister Rob Beenders von Vooruit hatte bereits vor Ausbruch des Iran-Krieges eine Reihe von Vorschlägen zusammengestellt, um die Energierechnungen strukturell zu senken. Nach gemeinsamen Berechnungen seines Ministeriums und der CREG würden die Maßnahmen die Energiekosten von zwei Millionen Menschen um 300 bis 700 Euro verringern.
Auch Innenminister Bernard Quintin (MR) zeigte sich vor der Sitzung davon überzeugt, dass das Kernkabinett am Freitag eine Lösung finden wird, um die Bürger vor den explodierenden Energiepreisen zu schützen.
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