Mindestens sieben Fertilitätskliniken in Belgien haben die gesetzliche Obergrenze von sechs Familien pro Samenspender überschritten. Dies geht aus Zahlen hervor, die VRT NWS bei der föderalen Arzneimittelbehörde angefordert hat.
Daraus geht auch hervor, dass die Behörde gegen sechs Zentren Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet hat. Ein Zentrum kam mit einer Verwarnung davon. Insgesamt wurden bisher zehn Strafanzeigen erstellt. Die Zentren selbst rechnen mit weiteren Anzeigen. Ob die Staatsanwaltschaft in allen Fällen Ermittlungsverfahren einleitet, ist noch nicht bekannt.
Fertilitätszentren, die sich nicht an die gesetzlich vorgeschrieben Obergrenze halten, riskieren ein Bußgeld zwischen 8.000 und 80.000 Euro. Im Wiederholungsfall droht den verantwortlichen Medizinern eine Gefängnisstrafe sowie ein Berufsverbot.
vrt/rtbf/sh