Das Strafgericht Gent hat den früheren Chef der Optima-Bank Jeroen Piqueur zu zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro verurteilt. Darüber hinaus werden 4,3 Millionen Euro Vermögen konfisziert und er wurde mit einem zehnjährigen Berufsverbot belegt.
In seinem Urteil hielt das Gericht fest, dass Piqueur auf seinen eigenen finanziellen Gewinn aus war. Das Gericht attestierte dem Angeklagten kriminelle Energie als Antrieb für sein Handeln.
Der ehemalige Optima-Chef stand wegen Veruntreuung von Gesellschaftsvermögen, Geldwäsche, Betrug und Verstößen gegen das Bankengesetz vor Gericht. Über ausländische Strukturen wurden mehr als 100 Millionen Euro aus der belgischen Bank abgezogen.
Optima war 2016 pleitegegangen. Mehr als 10.000 Menschen hatten im Zuge des Konkurses ihr Vermögen verloren.
vrt/belga/sh