Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Langerlo in Genk haben die Arbeiten für eine Energiespeicheranlage begonnen. Dort werden große Batterien aufgestellt, die eingesetzt werden sollen, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Ende 2027 soll die Anlage ihren Betrieb aufnehmen. Vorgesehen ist eine Speicherkapazität von 400 Megawattstunden.
Ilse Baele vom Energieunternehmen Storm sagte in der VRT, dass derartige Speicher unverzichtbar seien, um das Stromnetz in Belgien stabil zu halten. Denn Strom, der aus Wind- oder Sonnenkraft gewonnen werde, sorge für Schwankungen. Manchmal gebe es zu viel Energie und manchmal zu wenig. Eine solche Speicheranlage könne die Schwankungen ausgleichen, indem Energie gespeichert und später wieder abgegeben werde, so Ilse Baele.
Unterdessen dürfte das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage in diesem Sommer ausgeglichener sein als in den vergangenen beiden Jahren. Das hat der Netzbetreiber Elia mitgeteilt.
Zwischen Anfang April und Ende Oktober finden Wartungsarbeiten an den Kernreaktoren Doel 4 und Tihange 3 statt. Durch die vorübergehende Abschaltung werde weniger Strom erzeugt. In der Elia-Mitteilung heißt es, das verringere die Gefahr einer Überproduktion, die unter anderem besteht, da jährlich die Anzahl der genutzten Solarzellen ansteigt.
vrt/belga/moko