Die aufeinanderfolgenden Krisen tun der Solidarität offensichtlich keinen Abbruch. Trotz Corona- und Energiekrise bleibt die Spendenfreudigkeit in Belgien hoch. Das zeigt das "Philanthropie-Barometer", das die König-Baudouin-Stiftung am Donnerstag veröffentlicht.
Sechs von zehn Belgiern haben Geld für den guten Zweck gegeben. Diese Zahl bleibt vergleichsweise stabil - trotz der Tatsache, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden in den letzten Jahren zurückgeschraubt wurde.
Bei zwei Dritteln der Spender lag der Beitrag unter 250 Euro. Pro Kopf gerechnet sind die Flamen etwas großzügiger als die Frankophonen. Der Durchschnittsspender ist über 35 Jahre alt und in der Regel gut ausgebildet.
Die meisten Spenden gehen in den Bereich Gesundheit und medizinische Forschung. Danach folgen die humanitäre und Entwicklungshilfe, sowie die Armutsbekämpfung und der Kampf für soziale Gerechtigkeit.
Die meisten Menschen spenden strukturell, also unterstützen regelmäßig und dauerhaft eine Organisation. Knapp vier von zehn werden erst im Falle einer größeren Katastrophe aktiv.
Knapp acht von zehn Spendern sind davon überzeugt, dass Philanthropie dazu beiträgt, eine bessere Welt zu schaffen.
Roger Pint