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Konsum von Antidepressiva steigt, obwohl weniger Menschen mit einer Behandlung beginnen

25.03.202612:21
Eine Ärztin hält ein Blister mit Tabletten in der linken Hand, schreibt mit der rechten Hand. Ihr gegenüber sitzt ein Patient mit abwartend gefalteten Händen.
Illustrationsbild: Ijeab/Smarterpix

Die Einnahme von Medikamenten kann mit Risiken behaftet sein. Das gilt besonders für Antidepressiva. Gerade in Belgien greifen viele Menschen zu Antidepressiva. Es verwundert also nicht, dass diese Entwicklung von Gesundheitsexperten aufmerksam verfolgt wird. Eine neue Studie der CKK und der Universität Gent kommt zu interessanten Ergebnissen.

Es sei eigentlich ein Paradox, erklärt Lisa Colman von der Uni Gent, die die Daten für die Studie analysiert hat, gegenüber der VRT: Einerseits sei die Zahl der Menschen, die sich zum ersten Mal mit Antidepressiva behandeln ließen, in den letzten zehn Jahren stark gesunken. Wobei "stark" eigentlich sogar noch untertrieben ist, die Zahl hat sich mehr als halbiert. Gleichzeitig bleibe der Konsum von Antidepressiva aber sehr hoch und steige sogar noch. Das bestätigt auch die Ärztin Nelle Lambert gegenüber der RTBF. Gerade bei jungen Menschen sei diese Entwicklung zu sehen. Und das sei früher nicht so gewesen.

Wenn weniger Menschen Antidepressiva einnehmen, der Konsum aber steigt, gibt es eigentlich nur zwei mögliche Erklärungen: Entweder die existierenden Patienten nehmen immer höhere Dosen ein oder ihre Behandlung ist länger geworden. Über die Dosierung sagt die neue Studie nichts aus, in puncto Behandlungsdauer besteht allerdings nicht der geringste Zweifel: Die Menschen nehmen länger Antidepressiva ein. Oft sogar deutlich länger als empfohlen wird. Denn eigentlich sagen die medizinischen Richtlinien, dass die Medikamente sechs bis zwölf Monate nach dem Verschwinden der Beschwerden nach und nach abgesetzt werden sollten. Die Studie belege aber, dass ein Drittel der Patienten die Antidepressiva 15 Monate und länger einnehme.

Einen Lichtblick gibt es immerhin: Patienten, die vor noch nicht so langer Zeit mit ihrer Behandlung begonnen haben, setzen die Mittel schneller wieder ab. Aber global betrachtet ist da natürlich noch sehr viel Luft nach oben.

Eine zentrale Rolle spielen dabei wohl die Hausärzte. Sie sind natürlich die erste Anlaufstelle für Patienten, auch bei psychischen Problemen wie Angstgefühlen oder Depressionen. Und damit auch diejenigen, die meist als Erste die entsprechende Diagnose stellen und die für Antidepressiva vorgeschriebenen Rezepte ausfüllen.

Ungefähr 80 Prozent der Verschreibungen von Antidepressiva geschehe durch die Hausärzte. Ebenfalls auffällig: Je häufiger Patienten ihre Hausärzte aufsuchen, desto größer die Chance, dass sie auch tatsächlich ein Rezept für Antidepressiva bekommen. Werden die Patienten hingegen von Spezialisten betreut, ist der Konsum im Schnitt kürzer.

Da kämen verschiedene Faktoren zusammen, so die Experten. Zum einen litten Hausärzte ohnehin unter konstantem Zeitdruck. Sie hätten oft gar nicht die Zeit, um sich so ausführlich wie manchmal nötig mit einzelnen Patienten zu beschäftigen. Hinzu komme, dass das Arzt-Patienten-Verhältnis bei Hausärzten oft deutlich enger sei als zum Beispiel bei Spezialisten. Das könne dazu führen, dass sich die Ärzte eher unter Druck gesetzt fühlen könnten, doch Antidepressiva zu verschreiben. Weil viele Patienten wollten einfach so schnell und einfach eine Lösung, am liebsten durch das Schlucken einer Pille.

Dann ist es natürlich auch so, dass Hausärzte als Allgemeinmediziner naturgemäß nur selten auf diese Art von Problemen spezialisiert seien. Auch das könne dazu beitragen, zu lang beziehungsweise zu schnell Antidepressiva zu verschreiben. Es sei etwa auch so, dass nach dem Absetzen der Medikamente Entzugserscheinungen aufträten, die den ursprünglichen Beschwerden stark ähnelten. Das müsse man als Arzt aber eben auch erst mal wissen. Und dann sei da schnell auch wieder Druck von den Patienten, das Mittel doch nicht abzusetzen.

Entsprechend wenig überraschend sind dann auch die Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Krankenkasse: Das Thema Antidepressiva müsse im Studium und durch Weiterbildung stärker berücksichtigt werden. Und anstatt sie gleich zu verschreiben müsse viel stärker als bisher auf eine Begleitung durch Psychiater beziehungsweise Psychologen gesetzt werden – und zwar konsequent und von Anfang an. Das große Problem: Das System sei komplett überlastet. Es gäbe viel zu wenige Behandlungsplätze, die erschwinglich seien, unterstreicht Lambert.

Boris Schmidt

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