Innenminister Bernard Quintin und Verteidigungsminister Theo Francken haben am Dienstagnachmittag den Soldaten einen Besuch abgestattet, die das jüdische Viertel in Antwerpen bewachen. Seit Montag werden in Antwerpen und Brüssel insgesamt 200 Soldaten eingesetzt, um jüdische Einrichtungen zu schützen. Der Einsatz ist vorerst auf drei Monate begrenzt.
Der Generalstabchef der belgischen Streitkräfte Frederik Vansina geht nicht davon aus, dass es innerhalb der Armee dadurch zu personellen Engpässen kommen wird. Kurzfristig könne man das gut auffangen. Man sei flexibel, sagte Vansina. Man sei froh, die Bevölkerung schützen zu können. Darauf sei man konzentriert, so der Armeechef.
Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Antwerpen nach der Brandstiftung im jüdischen Viertel einen Untersuchungsrichter mit dem Fall betraut. Die zwei minderjährigen Verdächtigen werden einem Jugendrichter vorgeführt. Sie sollen in der Nacht zum Dienstag im jüdischen Viertel von Antwerpen ein Fahrzeug in Brand gesteckt haben. Der Vorfall wird derzeit als Brandstiftung und als Teilnahme an den Tätigkeiten einer terroristischen Vereinigung eingestuft.
belga/vrt/moko