Der flämische Unternehmerverband Voka fordert die Föderalregierung auf, einen Indexsprung vorzubereiten. Dadurch würden die Löhne einmalig nicht automatisch angehoben, wenn die Lebenshaltungskosten steigen.
Der Verband argumentiert, dass höhere Löhne zeitgleich mit höheren Energiepreisen der Wirtschaft schadeten und die Wettbewerbsfähigkeit schwächten. Ein Indexsprung würde in Krisenzeiten eine Atempause verschaffen, so Voka.
Einige Parteien haben die Forderung bereits kritisiert. Die Sozialisten von Vooruit lehnen den Vorschlag kategorisch ab, die christdemokratische CD&V nennt die Anregung weltfremd. Auch die frankophonen Liberalen (MR) können einem Indexsprung nicht viel abgewinnen.
Die N-VA von Premier De Wever erklärte, man nehme das Anliegen des Unternehmerverbandes ernst.
vrt/jp