Der "Kasernenplan" gilt als Grundlage für den geplanten massiven Ausbau beziehungsweise Wiederaufbau der Landesverteidigung. Die Landesverteidigung müsse sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln, unterstreicht Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) per Kommuniqué.
Das Ziel sei, bis 2040 wieder 40.000 aktive Soldaten und 12.500 Reservisten zu haben. Dafür werde die entsprechende Infrastruktur benötigt. Die personelle Aufstockung sei notwendig, um die Freiheit, den Wohlstand, das Wohlergehen und die Lebensweise der Belgier schützen zu können. Der Kasernenplan sei ehrgeizig, aber realistisch.
Finanzielle Details hat der Verteidigungsminister zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgegeben. Die Bau- und Budgetplanung sei in einer späteren Phase geplant. Die Umsetzung des Plans werde Schritt für Schritt erfolgen und die verfügbaren Haushaltsmittel respektieren.
Verschiedene neue Standorte sollen bereits konkret untersucht werden, außerdem habe der Ministerrat schon grünes Licht gegeben für Charleroi im Hennegau, Ursel in Ostflandern und Diest in Flämisch-Brabant.
Wie Francken weiter mitteilt, sollen einige Standorte beziehungsweise Gelände als strategische Reserve genutzt werden, andere seien zur Ansiedlung von Rüstungsindustrie gedacht oder zur gemeinsamen Nutzung mit anderen Diensten.
Boris Schmidt