Die größte Bank Belgiens, BNP Paribas Fortis, hat im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn belief sich auf 2,58 Milliarden Euro, zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Jahresergebnissen der Bank hervor.
In die Zahlen von BNP Paribas Fortis fließen unter anderem auch die Ergebnisse der Autoleasing-Tochter Arval mit ein, die sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken. Denn wie bereits 2024 sei auch im vergangenen Jahr die Normalisierung der Preise für Gebrauchtwagen problematisch gewesen.
Während der Corona-Zeit wurden infolge des Stillstands in den Automobilwerken keine Fahrzeuge mehr hergestellt, was in der Folge zu einer Verknappung auf dem Gebrauchtwagenmarkt führte. Davon hatte auch Arval profitiert. Doch der Gebrauchtwagenmarkt hat sich nun wieder auf ein normales Niveau eingependelt.
Besserung ist in dem Bereich auch nicht unbedingt zu erwarten: In der kommenden Zeit würden viele Elektroautos bei Arval das Vertragsende erreichen. Man befürchtet nun, auf den Wagen sitzenzubleiben oder sie unter Wert verkaufen zu müssen.
Der Chef von BNP Paribas Fortis, Michael Anseeuw, wies auf die Auswirkungen der in Belgien vergleichsweise hohen Bankabgaben hin. Große Unternehmen würden ihr Geld lieber bei ausländischen Banken anlegen, die ihnen eine bessere Rendite bieten könnten, da dort keine derartigen Abgaben auf die Einlagen erhoben würden.
belga/fk