Die Föderalregierung will im Rahmen der Rückhol-Operation von in der Golfregion festsitzenden Belgiern künftig auch auf zivile Charterflugzeuge setzen. Das berichtet die flämische Rundfunkanstalt VRT. Demnach plant Belgien eine Zusammenarbeit mit der zypriotischen Fluggesellschaft Cyprus Airways.
Belgien will jetzt also dem Vorbild anderer europäischer Staaten folgen: Länder wie Deutschland oder die Niederlande hatten bei der Rückholung ihrer Landsleute aus der Golfregion von Anfang an auf zivile Verkehrsflugzeuge gesetzt. Und das verlief problemlos.
Die Föderalregierung hatte ihrerseits die Luftstreitkräfte damit beauftragt, die gestrandeten Belgier aus dem Oman nach Belgien zurückzubringen. Das sorgte aber für unerwartete Probleme.
Weil die Reichweite der eingesetzten Maschine nicht ausreichte, war ein Zwischenstopp in Ägypten nötig. Dafür wiederum bedurfte es aber einer Genehmigung der ägyptischen Behörden - und die ließ auf sich warten, was schließlich dazu führte, dass ein für Freitag geplanter erster Evakuierungsflug verschoben werden musste.
Am Samstag würden aber definitiv 185 Belgier nach Brüssel zurückgebracht, unterstrich Außenminister Maxime Prévot. Sie seien derzeit mit Bussen unterwegs nach Maskat, der Hauptstadt des Oman.
Am Sonntag werden drei Rückholflüge für Belgier organisiert. Zwei A400M-Flugzeuge sollen jeweils etwa 100 Personen von Dubai nach Hurghada befördern. Im Moment würden die besten Lösungen geprüft, um die Urlauber anschließend nach Brüssel zu bringen, so Prévot. Ein dritter Flug, der mittels eines Charterflugs von Cyprus Airways durchgeführt wird, ist ebenfalls für Sonntag nach Brüssel geplant. Minister Prévot präzisiert jedoch, dass diese Flüge vorbehaltlich der "Entwicklung der Sicherheits- und Einsatzbedingungen" vor Ort durchgeführt werden.
18 Belgier sind übrigens am Freitag an Bord einer luxemburgischen Maschine ausgeflogen worden. Insgesamt warten derzeit rund 2.400 Belgier in der Golfregion auf eine Rückholung.
rop/fk