Die Evakuierung der belgischen Urlauber, die im Nahen Osten festsitzen, soll am Freitag beginnen.
Ein belgisches Militärflugzeug ist nach Ägypten aufgebrochen. Es soll eingesetzt werden, um belgische Staatsbürger aus dem Nahen Osten auszufliegen. Laut der Armee könnten die Flüge am Freitag beginnen.
Die Herausforderung bestehe darin, die Reisenden zu Flughäfen zu bringen, auf denen man landen könne, sagte Oberstleutnant Christophe Comhair im Verteidigungsausschuss der Kammer. Die Sicherheit müsse gewährleistet sein, der Luftraum müsse offen sein und man brauche auch die Zustimmung des Landes, betonte er.
Allerdings sollen die Urlauber nicht direkt nach Belgien, sondern nach Hurghada in Ägypten gebracht werden. Dort müssen sie dann auf eigene Kosten auf einen Linienflug umsteigen.
Belgien werde sich nicht in ein Reisebüro zu verwandeln, sondern es gehe darum, das Leben der Landsleute zu sichern, betonte Außenminister Maxime Prévot. Das solle geschehen, indem die belgischen Staatsbürger aus den Gefahrengebieten herausgeholt werden, um sie in Länder zu bringen, in denen sie sicher seien, so Prévot.
Am Mittwoch sollen in Belgien weitere Reisende eintreffen, die bislang aufgrund des Krieges im Nahen Osten festsaßen. Laut dem Außenministerium handelt es sich um rund 30 Personen, die sich bisher im Oman befanden. Ihre Heimkehr wird gemeinsam mit Luxemburg ermöglicht. Zuvor waren bereits am Dienstagabend mehrere Belgier mit niederländischer Hilfe aus dem Nahen Osten zurückgekehrt.
Es wird erwartet, dass bis zu 2.000 belgische Urlauber, die im Nahen Osten festsitzen, ausgeflogen werden müssen. Von der Evakuierung profitieren ausschließlich Reisende, die auf der Plattform "Travellers Online" registriert sind. Das sind laut dem Außenministerium rund 2.500 Belgier.
belga/vrt/jp